Tumor Ablation

Minimalinvasive Ablation
bei Wirbelsäulen-Metastasen

Wirbelsäulenmetastasen können zu erheblichen Schmerzen, struktureller Instabilität und funktionellen Einschränkungen führen. Darüber hinaus besteht durch die tumorbedingte Destruktion knöcherner Strukturen ein erhöhtes Risiko für pathologische Frakturen und neurologische Komplikationen, was die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen und Patienten deutlich beeinträchtigen kann.


Neben systemischer Therapie, Strahlentherapie und operativen Verfahren hat sich die perkutane, minimalinvasive Ablation als lokale Behandlungsoption im palliativen Therapiekonzept etabliert. Ziel ist insbesondere die effektive Schmerzreduktion sowie die lokale Tumorkontrolle bei geringer Invasivität.


Die Verfahren zeichnen sich durch eine gute Verträglichkeit und Kombinierbarkeit mit anderen Therapien aus und stellen vor allem bei eingeschränkter Operabilität eine wichtige Option zur Symptomkontrolle dar.

Das Verfahren

Bei der perkutanen Ablation wird tumorös verändertes Gewebe im Wirbelkörper gezielt thermisch behandelt.

 

Der Zugang erfolgt bildgestützt, in der Regel transpedikulär oder posterolateral. Ziel ist die lokale Reduktion der Tumorlast, häufig ergänzt durch stabilisierende Maßnahmen wie eine Vertebralaugmentation – abhängig von Befund und klinischer Situation.

 

Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv und ist in der Regel mit einer kurzen Erholungszeit verbunden.

Medizinische Einordnung

Die Ablation ist kein kuratives Verfahren, sondern eine lokale, palliative Therapieoption. Sie kann insbesondere bei schmerzhaften, therapieresistenten oder strukturell relevanten Wirbelsäulenmetastasen sinnvoll sein und wird als Bestandteil eines interdisziplinären Gesamtkonzepts eingesetzt.

In der wissenschaftlichen Literatur wird das Verfahren als ergänzende Option beschrieben, insbesondere zur Schmerzlinderung, zur lokalen Tumorkontrolle und zur Unterstützung der Wirbelkörperstabilität, jeweils abhängig von Indikation und Patientenselektion.


Unser Beitrag

Wir bieten dieses minimalinvasive Ablationsverfahren an und begleiten dessen Einsatz fachlich und medizinisch.
Dabei unterstützen wir:

Unser Fokus liegt auf einer sachgerechten, evidenzorientierten Anwendung im Sinne einer modernen, patientenzentrierten Versorgung.

Wissenschaftliche Quellen (Auswahl)

Greenwood et al.

Combined Ablation and Radiation Therapy of Spinal Metastases, Pain Physician, 2015
Link

Wallace et al.

Radiofrequency ablation and vertebral augmentation for palliation of painful spinal metastases, J Neurooncol, 2015
Link

Jehn et al.

Management of Metastatic Bone Disease – Algorithms for Diagnostics and Treatment, Anticancer Research, 2016
Link

Yahyavi-Firouz-Abadi et al

Percutaneous radiofrequency-targeted vertebral augmentation, Spine, 2015
Link

Zwolak & Kröber

Treatment of atlanto-axial instability secondary to metastatic lesions, Arch Orthop Trauma Surg, 2015
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Rechtlicher Hinweis:
Die Auswahl und Durchführung therapeutischer Verfahren erfolgt stets indikationsabhängig und auf Grundlage der individuellen klinischen Situation. Aussagen zu möglichen Effekten basieren auf publizierten klinischen Erfahrungen und stellen kein Heil- oder Erfolgversprechen dar.
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